1. Grundlagen:
1.1 Was versteht man unter Laufen?2. für Fortgeschrittene:
2.1 Was versteht man unter HFmax?1.1 Was versteht man unter Laufen?
1.1 Unter Laufen versteht man, sich in schnellem Tempo auf den Füßen vorwärtsbewegen, wobei die Sohlen sich jeweils kurzzeitig gleichzeitig vom Boden lösen.
1.2 Was versteht man unter Joggen?
1.2 Joggen (denglisch für Dauerlauf) ist eine Form des Laufsports um die Kondition/Ausdauer zu steigern.
1.3 Was versteht man unter Walking?
1.3 Wörtlich übersetzt heißt Walking einfach Gehen. Wir verstehen unter Walking daher schnelles, zügiges Gehen mit intensivem Armeinsatz. Mit dem olympischen Gehen (Hüftwackeln) hat Walking nichts gemeinsam. Walking orientiert sich vielmehr an der Alltagsbewegung Gehen.
1.4 Was versteht man unter Nordic Walking?
1.4 Nordic Walking in dieser Sportart stecken 2 Begriffe: Nordic und Walking. Dabei handelt es sich um eine recht junge Sportart die sich seit etwa 1997 auf dem europäischen Kontinent von Nord nach Süd und auch in den USA und Japan stetig ausbreitet. Entstanden in Nordic Walking in Finnland beim Sommertraining der Nordischen Athleten. Daher ist Nordic Walking eher verwandt mit dem Skilanglauf als mit dem Walking. Bei dieser Sportart werden dem Langlauf ähnliche Stöcke verwendet.
1.5 Ich möchte mit dem Laufen beginnen. Was muss ich beachten?
1.5 Der erste Anlaufpunkt sollte der Hausarzt sein. Mit Ihm sollte abgeklärt werden, ob einer sportlichen Betätigung etwas im Wege steht.
Da die Krankenkassen heute sehr knauserig geworden sind, kann es helfen, über Müdigkeit zu klagen, damit das Blutbild abgeklärt wird, oder
eine Herzrhythmusstörung für ein Belastungs - EKG vorzuschieben.
Gibt der Arzt sein OK, kommt es natürlich ganz darauf an, wie sportlich man bisher unterwegs war. Für Voll-Anfänger (mit eventuell vorhandenen Übergewicht)
empfiehlt sich meist, mit Walking zu beginnen. Das gewöhnt den Körper an neue Bewegungsabläufe. Nach den ersten "Gehversuchen" sollte man mit dem Laufen
beginnen. Zuerst das Laufen durch Gehpausen unterbrechen, also z.B. 4*5min Laufen mit jeweils 2min. Gehpause, und dann Woche für Woche Gehpausen verkürzen
und Umfang steigern.
1.6 Was sind die typischen Anfängerfehler?
1.6 Zu schnell und zu viel. Das Tempo wird häufig zu schnell gewählt! Man muss nicht außer Atem kommen! Das Tempo ist richtig gewählt, wenn man einen Satz (na ja nicht gerade einen ellenlangen Schachtelsatz) zusammenhängend herausbekommt. Wenn man nach einigen Wochen merkt, wie gut man plötzlich wird, wird der Umfang häufig zu schnell gesteigert. Das nimmt der Körper meist übel und es gibt Probleme (Knie, Wade). Am Beginn der Laufkarriere sollte man das Pensum langsam über Wochen und Monate steigern. Ruhetage sind wichtig für die Regeneration des Körpers. Am Anfang sollte jedem Lauftag ein Ruhetag folgen.
1.7 Was benötige ich für eine Ausrüstung?
1.7 Zum Laufen braucht man eigentlich keine spezielle Ausrüstung, zumindest nicht, wenn man mal nach der Bahn rennt. Möchte man sich aber regelmäßig sportlich betätigen, sind geeignete Laufschuhe sehr wichtig. Diese sollte man auch nicht im Supermarkt kaufen, sondern nach einer ausführlichen Beratung im Laufsportladen. Hier werden mit dem FootPrint-System Länge, Weite und Form der Füße eingescannt und dabei millimetergenau vermessen. Nach einer Videoanalyse, bei der man barfuss auf dem Laufband läuft werden mit Hilfe einer Datenbank nun geeignet Laufschuhe ausgewählt. Sind die passenden Schuhe gefunden, geht es noch mal aufs Laufband, um zu sehen, ob der Schuh den Fuß optimal unterstützt.
2.1 Was versteht man unter HFmax?
2.1 HFmax ist die maximale Herzfrequenz, die Sie maximal erreichen können. Diese ist abhängig vom Lebensalter, Geschlecht, der Mobilisationsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit.
2.2 Wie ermittele ich HFmax?
2.2 Als grobes Maß ließt man immer wieder von "220 Schläge - Lebensalter = HFmax". Dieser Wert kann aber stark von der tatsächlichen HFmax abweichen. Ein Ausbelastungstest bringt hier Gewissheit und sollte im regelmäßigen Abstand (6 bis 8 Wochen) wiederholt werden. Dazu wärmen wir uns intensiv auf (ca. 30min. mit Steigerungen und Antritten). Nun laufen wir 1000 m bis 3000 m mit maximaler Geschwindigkeit, wobei wir den Lauf mit einem Endspurt beenden. Der höchste Wert, der auf dem Herzfrequenzmesser angezeigt wird, entspricht HFmax. Bei der Streckenlänge muss man probieren, dem einen reichen 1000 m, der andere kommt erst nach einer längeren Strecke in Schwung. Wichtig ist aber der Endspurt.
2.3 Welche Trainingsbereiche unterscheidet man? (nach Hottenrott / Zülch)
| Training | Ziel | Intensität | Methode |
| Rekom | Regeneration z.B. nach Wettkampf oder Verletzung | unter 70% der HFmax | Dauermethode |
| GA1 | Entwicklung der Grundlagenausdauer | 65 - 80% der HFmax | Dauermethode |
| GA1/2 | Ökonomisierung der Grundlagenausdauer | 75 - 85% der HFmax | Dauermethode / Fahrtspiel |
| GA2 | Erhöhung der Grundlagenausdauer | 80 - 90% der HFmax | Dauermethode / Fahrtspiel / extensive Intervalle |
| WSA | wettkampfspezifische Ausdauer | über 90% der HFmax | intensive Intervalle / Wiederholungsmethode |
| KA1 | Entwicklung aerobe Kraftausdauer | 80 - 85% der HFmax | extensive Intervalle / Dauermethode |
| KA2 | Entwicklung anaerobe Kraftausdauer | 90 - 95% der HFmax | intensive Intervalle / Wiederholungsmethode |